{"id":70,"date":"2011-12-07T20:36:57","date_gmt":"2011-12-07T19:36:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/?page_id=70"},"modified":"2012-03-20T08:16:49","modified_gmt":"2012-03-20T07:16:49","slug":"1-wochenende-ungluck","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.rg-fishfeed.de\/?page_id=70","title":{"rendered":"Ein Wochenende (Un)gl\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Ein ganzes Wochenende voll (Un-)Gl\u00fcck<br \/>\nvon <strong>Carsten und Stefan<\/strong><\/p>\n<p>Es war bei Freundin und Familie lange im Voraus angek\u00fcndigt. Daher mussten sie wie jedes Jahr widerwillig in Kauf nehmen, dass Carsten und ich ein komplettes Wochenende nur f\u00fcr uns alleine haben werden. Nat\u00fcrlich zum Angeln\u2026<\/p>\n<p>Freitag nach der Arbeit ging es also so fr\u00fch wie m\u00f6glich nach Hause. Schnell den ganzen \u2019Krempel\u2019 aus Wohnung und Keller zusammengesucht, ab ins Auto damit, noch fix einige Grundnahrungsmittel beim Discounter geholt und schon befand ich mich auf dem Weg ans Wasser.<\/p>\n<p>Ich spielte in meinem Kopf schon die m\u00f6glichen Montagen durch und \u00fcberlegte, welche Spots ich befischen werde. Ich hatte vorher schon drei Tage gef\u00fcttert, daher sollten sich die Carps auch schon an die Murmeln gew\u00f6hnt haben. Da klingelt pl\u00f6tzlich mein Handy und bevor ich \u00fcberhaupt was sagen kann, grummelt mir Carsten vom anderen Ende der Leitung zu, dass unsere Stelle von irgendeinem Opi besetzt ist. Na toll! So muss ein Wochenende anfangen. Letztendlich mussten wir uns dann f\u00fcr eine Stelle in ca. 100m Entfernung von unserer urspr\u00fcnglich ausgew\u00e4hlten Stelle niederlassen.<\/p>\n<p>Um 20:00Uhr waren wir dann mit aufbauen fertig. Um 21:30 hatten wir auch endlich unsere Montagen drau\u00dfen. Also ab ins Zelt und Abendbrot essen. Um 22:30Uhr meldete sich dann eine Rute von mir. Nach kurzem Drill konnte ich einen 10 Pfund Spiegler zum Landgang \u00fcberreden. Ich hatte ihn kaum zur\u00fcckgesetzt, da bekam ich einen weiteren Vollrun\u2026! Leider musste ich mich nach kurzem aber atemberaubendem Drill der Schiffsschraube des Schubverbandes geschlagen geben. Folglich hie\u00df es Ruten neu montieren, bek\u00f6dern und wieder auf die Spots fahren.<\/p>\n<p>Carsten konnte um 02:00Uhr noch einen 26-Pf\u00fcnder auf die Matte legen. Bereits beim Keschern ist ihm die verunstaltete Schwanzflosse aufgefallen. Offensichtlich wurde der Fisch von irgendwelchen Vollidioten markiert. Ihm fehlte ein dreieckiges St\u00fcck in seiner Schwanzflosse, welches recht sauber herausgeschnitten war. Die Wunde schien auch noch recht frisch zu sein. Wenn wir solche Leute mal erwischen\u2026<\/p>\n<p>Gegen 03:30Uhr waren dann alle \u2019Fallen\u2019 wieder scharf, so dass uns endlich unsere Bedchairs in Empfang nehmen durften. Im weiteren Nachtverlauf gab es lediglich einzelne Piepser zu verzeichnen. Bei der morgendlichen Kontrolle stellte sich heraus, dass zwei D\u00f6bel die Rob Chilli &#8211; Murmeln samt Haken heimlich vernascht hatten.<\/p>\n<p>Tags\u00fcber waren wir gr\u00f6\u00dftenteils damit besch\u00e4ftigt zu schlafen. Unsere eigentliche Angelstelle ist \u00fcber Nacht zwar frei geworden, aber angesichts unserer umfangreichen Ausr\u00fcstung und unserer angeborenen Faulheit, sind wir auf unserer \u2019neuen\u2019 Stelle geblieben.<\/p>\n<p>Wie schon am Tag zuvor, haben wir unsere Montagen in der D\u00e4mmerung gegen 21:00Uhr rausgebracht. Die Ruten eher abzulegen schien auf Grund des starken Schiffsverkehrs wenig Erfolg versprechend zu sein. Kaum war ich wieder an Land, lief auch schon eine meiner Ruten ab. Also Anhieb gesetzt, kurz Fischkontakt gehabt und die Montage sitzt Bombenfest im Dreck. Der Fisch lie\u00df mich noch kurz einige Flossenschl\u00e4ge an der Rutenspitze sp\u00fcren und schon war die Hauptschnur durch.<\/p>\n<p>Wie vergangene Nacht, bekam Carsten seinen Run gegen 02:00Uhr. Ergebnis: abermals ein Spiegler mit 26 Pfund, doch dieser Bursche verteilte sein Gewicht auf sportliche 92cm. Noch beim Keschern seines Fisches, lief eine meiner Ruten ab. Diesmal bekam ich den Fisch jedoch ohne H\u00e4nger an Land. Es war ein sch\u00f6ner Schuppenkarpfen mit 19 Pfund.<\/p>\n<p>Wir entschlossen uns die Karpfen einzusacken, da meine Freundin am Sonntagmorgen rumkommen wollte. Wir wollten noch ein Foto von uns beiden mit jeweils einem Fisch. Da bot sich die Situation nat\u00fcrlich an.<\/p>\n<p>Also die Karpfen eingesackt Montagen fertig gemacht und wieder rausgebracht. Mir war durch den Schnurriss klar, dass das Befischen meines Spots ein gewisses Risiko darstellt, da in der N\u00e4he ein Unterwasser Hindernis sein musste. Da aber auf dem Spot definitiv Fisch war, entschloss ich mich dort weiter zu fischen. Leider hatten weder Carsten noch ich Schlagschnur dabei. Also musste ich wohl oder \u00fcbel meiner 0,35er Hauptschnur vertrauen.<\/p>\n<p>Das Ergebnis war, dass ich in dieser Nacht noch einen Montagen-Verlust hinnehmen musste. Die Situation war fast wie beim ersten Montagen-Verlust, nur dass ich bei diesem Fisch schon nach dem Anhieb keinen Kontakt hatte.<\/p>\n<p>Als wir am Morgen vom blubbernden Diesel des ersten Schubverbandes geweckt wurden, wusste ich nicht ob ich mich \u00fcber die verlorenen Fische \u00e4rgern, oder \u00fcber die gefangenen freuen sollte. Ich entschied mich jedoch f\u00fcr letzteres.<\/p>\n<p>Bis wir uns aufraffen konnten unsere `sieben Sachen` einzupacken, reisten wir noch mal kurz ins Land der Tr\u00e4ume, es war ja schlie\u00dflich noch sooo fr\u00fch\u2026<\/p>\n<p>Im Anschluss begann dann die kurze Fotosession. Beim Fotografieren kamen zwei Paddelboote vorbei (Ein Mann und eine Frau).<\/p>\n<p>Die Frau zum Mann: \u201aOhhh, schau mal. Das sind aber gro\u00dfe Fische.\u2019<\/p>\n<p>Der Mann v\u00f6llig selbstbewusst zur Frau: \u201aSone gro\u00dfen Fische gibt\u2019s hier gar nicht. Das sind welche von den Anglermagazinen. Die bringen sich ihre Fische mit, nur um diese an allen m\u00f6glich Seen zu fotografieren.\u2019<\/p>\n<p>Wir lassen diesen Dialog mal unkommentiert stehen und f\u00fcgen der schier endlosen Liste der Vorurteile gegen\u00fcber Anglern ein weiteres hinzu.<\/p>\n<p>Gru\u00df und Petri<br \/>\nCarsten und Stefan<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-73\" title=\"big_9556418_0_300-269\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/big_9556418_0_300-269.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"269\" \/><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-71\" title=\"big_9556408_0_300-224\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/big_9556408_0_300-224.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"223\" \/><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-72\" title=\"big_9556415_0_300-225\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/big_9556415_0_300-225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein ganzes Wochenende voll (Un-)Gl\u00fcck von Carsten und Stefan Es war bei Freundin und Familie lange im Voraus angek\u00fcndigt. 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