{"id":8236,"date":"2018-10-23T16:29:31","date_gmt":"2018-10-23T15:29:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/?p=8236"},"modified":"2019-06-18T15:28:49","modified_gmt":"2019-06-18T14:28:49","slug":"abenteuer-suedfrankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.rg-fishfeed.de\/?p=8236","title":{"rendered":"Abenteuer S\u00fcdfrankreich"},"content":{"rendered":"<p>Bilder und Bericht von Dustin Rohmann und Nico Stockhausen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit nunmehr 4 Jahren verbringen Dustin und ich den Gro\u00dfteil unserer Zeit gemeinsam am Wasser. Darin inbegriffen ist ein allj\u00e4hrlicher Trip ins Ausland, der schon zu einer Art kleinem Ritual geworden ist. Da sich unsere Arbeitszeiten leider nicht wirklich regelm\u00e4\u00dfig decken, ist dieser im weiten Vorfeld geplante Trip eigentlich immer unser Startschuss in unser gemeinsames Angeljahr. Ich kann jedoch bereits an dieser Stelle sagen, dass sich diese Tour mit keiner der Vorherigen vergleichen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Doch fangen wir vorne an \u2026<br \/>\nNachdem wir unsere ersten Auslandserfahrungen an (tats\u00e4chlich sehr nat\u00fcrlich gehaltenen) kommerziellen Gew\u00e4ssern sammelten, stand unser diesj\u00e4hriger Trip unter einem neuen Motto. Es sollte ins Unbekannte gehen. Entdeckergeist war gefragt. Wir wollten frei sein, ungebunden und mobil. Da traf es sich gut, dass kurz davor Dustin den Kontakt zu RG-Fishfeed herstellen konnte. Nach einem netten Treffen mit Heinz erhielt Dustin ein paar Boilieproben, welche uns beide sofort zusagten. Nat\u00fcrlich war es ein Risiko, bei so einem Trip auf Futter zu setzen, welches man selbst vorher nie in Gebrauch hatte. Doch irgendwie hatten wir da so ein Gef\u00fchl, welches uns nicht t\u00e4uschen sollte! Nach monatelanger Recherche und Planung stand dann unser Ziel fest.<\/p>\n<p>S\u00fcdfrankreich. Tiefstes S\u00fcdfrankreich.<\/p>\n<p>Die spanische Grenze war fast n\u00e4her als die n\u00e4chste franz\u00f6sische Gro\u00dfstadt. Unser Objekt der Begierde war ein ca. 50-60 ha gro\u00dfer Stausee. Da wir keinerlei deutschsprachige Informationen auftreiben konnten, war alles was wir wussten, dass es in diesem See Karpfen geben m\u00fcsste, das Nachtangeln und die Benutzung eines Bootes erlaubt sei. Mehr Informationen brauchten und wollten wir nicht; wir wollten schlie\u00dflich neue Wege beschreiten und nicht auf ausgetrampelten Pfaden wandern.<br \/>\nDie Zeit bis zum Tag der Abreise zog sich elendig lang, doch letztendlich war er da.<br \/>\nDustin holte mich abends ab, das Auto wurde beladen und wir machten uns auf den Weg in unser erstes wirkliches Angelabenteuer. Nach 17 Stunden erm\u00fcdender Autofahrt waren wir an unserem Ziel angelangt. Wir wollten unber\u00fchrte Natur? Hier war sie! Ein atemberaubendes Bergpanorama und mitten drin unser umwaldeter See. Das n\u00e4chste Dorf fasste vielleicht 100 Einwohner. So hatten wir es uns vorgestellt und ausgemalt. Dazu knappe 30 Grad und Westwind. Nach einem kurzen Erkundungsspaziergang entschieden wir uns f\u00fcr eine kleine Ausbuchtung, von dieser wir aus eine gro\u00dfe Wasserfl\u00e4che befischen konnten. Leider war unsere im Vorfeld favorisierte Stelle, eine breitere Landzunge, bereits von einem Local besetzt. Doch das tat unserer Vorfreude keinen Abbruch. Todm\u00fcde schleppten wir unser Ger\u00fcmpel den bewaldeten Abhang zu unserer Stelle hinab und bauten das Camp auf. Nach einer ausgedehnten Erkundungstour mit Boot und Echolot (inklusive Sonnenbrand), hatte jeder seine Pl\u00e4tze ausgemacht und bef\u00fcttert. Hierbei bauten wir auf einen gro\u00dfen Futterplatz an einer seicht abfallenden Kante, den wir gemeinsam befischen wollten. Angelegt wurde dieser mit Partikeln und einem Mix aus ca. 10 kg Crustacea (von uns liebevoll auf den Namen \u201eCruster\u201c getauft) und Black Diamond <a href=\"https:\/\/www.rg-fishfeed.de\/r-g-boilies\">Boilies<\/a>. Gerade der \u201eCruster\u201c erinnerte mich vom Geruch her an das Zierfischfutter meines Vaters und sollte sich schnell zu meinem pers\u00f6nlichen Favoriten entwickeln. Weitere Pl\u00e4tze waren die steileren Kanten des gegen\u00fcberliegenden Ufers, sowie ein gro\u00dfes, flaches Plateau in Ufern\u00e4he. Nach einem ausgiebigen Abendessen fielen wir beide v\u00f6llig erledigt auf unsere Liegen. Wir waren schlicht und ergreifend zu m\u00fcde, um uns Gedanken dar\u00fcber zu machen, ob die Ruten richtig lagen und was einen Karpfenangler sonst noch alles zweifeln l\u00e4sst. Vielleicht auch dank dieser m\u00fcden Unbek\u00fcmmertheit wurde ich um 1 Uhr nachts von der Rute geweckt, die ich am unteren Ende des Plateaus platziert hatte. Nach einem kurzen Uferdrill lag ein ordentlicher erster Fisch im Netz. Ordentlicher Spiegler\u2026so dachte ich. Als sich die Waage anschlie\u00dfend bei knapp \u00fcber 20kg einpendelte, konnten wir unser Gl\u00fcck kaum fassen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/NFEB3250.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8230\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/NFEB3250.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a><\/p>\n<p>Damit h\u00e4tte keiner von uns gerechnet. Mit dem ersten Fisch aus einem weitestgehend unbekannten Gew\u00e4sser direkt die f\u00fcr uns magische Grenze geknackt, der helle Wahnsinn! Im weiteren Verlauf der Nacht konnte ich einen zweiten makellosen und mit leichten Perlschuppen versehenen Spiegler fangen, was uns am n\u00e4chsten Morgen mehr als positiv in den zweiten Tag starten lie\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/JHKQ3725.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8227\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/JHKQ3725.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/MWCS5529.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8229\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/MWCS5529.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DUSP0884.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8225\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DUSP0884.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a><\/p>\n<p>Nachdem ich mit Beginn des dritten Tages weitere drei Fische sowie zwei Aussteiger auf meiner Habenseite verbuchen konnte, stand Dustin immer noch ohne Fischkontakt dar. Die Tatsache, dass meine Futterplatzrute lief, lie\u00df ihn so langsam nerv\u00f6s werden, was sich auch in seiner Stimmung widerspiegelte. Oder es lag an dem Wetter, was nun komplett umschwenkte? Lachte uns bei unserer Ankunft noch die Sonne entgegen, gab es ab Tag zwei Dauerregen, Gewitter und Hagel. Wir verbrachten die n\u00e4chsten vier Tage fast ausschlie\u00dflich in unseren Zelten, bis auf die Momente in denen die Ruten abliefen. Und das taten diese in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit: es war Fangwetter! So lief am Mittag des dritten Tages auch Dustins Futterplatzrute zum ersten Mal ab. Der Bann war nun auch f\u00fcr ihn gebrochen und er fing kontinuierlich seine Fische. Belohnt wurde er f\u00fcr seine M\u00fchen mit dem gr\u00f6\u00dften Fisch des Trips. Ein gewaltiger Spielger mit 22kg, der dem Black Diamond nicht widerstehen k\u00f6nnte. B\u00c4M!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/TAZS5713.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8233\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/TAZS5713.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\"><\/a><\/p>\n<p>Nachdem sich das Wetter ab Tag 4 wieder beruhigte, nahm auch die Bissfrequenz ab. Unser Futterplatz brachte von nun an nur noch selten Fisch. Daf\u00fcr kamen die Pl\u00e4tze an den gegen\u00fcberliegenden Uferkanten ins Rollen. Dustin hatte fast \u00fcber drei Tage einen Trupp kleinerer Schuppis auf seinem Platz, der ihn kaum zur Ruhe kommen lie\u00df. Ich wurde ebenfalls mit zwei sch\u00f6nen Fischen knapp unter der 20kg Marke f\u00fcrs aufwendige Rudern und Ausbringen der Ruten belohnt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/BPUP1944.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8224\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/BPUP1944.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/PUWA7501.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8231\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/PUWA7501.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a><\/p>\n<p>Mein Highlight war hierbei ein fast 30 min\u00fctiger Bootsdrill eines dieser unfassbaren K\u00e4mpfer vor der untergehenden Sonne. Der Anblick des roten Feuerballs, welcher langsam hinter dem Bergpanorama verschwand, lie\u00df mich fast die Konzentration auf den Drill vernachl\u00e4ssigen.<br \/>\nNach knapp 1 \u00bd Wochen zogen wir ein f\u00fcr uns \u00fcberw\u00e4ltigendes R\u00e9sum\u00e9. 38 Fische, ein unfassbar tolles Naturerlebnis, wundersch\u00f6ne sternklare N\u00e4chte, gutes Essen und einfach zwei Freunde, die sich dem sch\u00f6nsten Hobby der Welt v\u00f6llig hingaben. Angespornt von dieser Euphorie entschlossen wir uns, einen anderen Abschnitt Frankreichs in unsere Vita aufzunehmen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/VVOF4886.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8235\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/VVOF4886.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/UHKH8066.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8234\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/UHKH8066.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/RKIV5939.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8232\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/RKIV5939.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/GNFU2901.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8226\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/GNFU2901.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/AWSA6806.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8223\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/AWSA6806.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/LUUN9675.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8228\" src=\"http:\/\/www.rg-fishfeed.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/LUUN9675.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"3000\"><\/a><\/p>\n<p>Es sollte nochmal f\u00fcr eine halbe Woche an den heiligen Cassien gehen. Was soll schon passieren? Im schlimmsten Fall fangen wir einen der ber\u00fchmten Cassien-Karpfen. Um es an dieser Stelle abzuk\u00fcrzen, wir fingen keinen dieser Fische. Der Cassien mit den vorherrschenden Bedingungen ist eine harte Nuss und wir waren weder ausreichend vorbereitet, noch hatten wir gen\u00fcgend Restenergie. Die vorangegangenen N\u00e4chte waren (zum Gl\u00fcck!) von nicht viel Schlaf gepr\u00e4gt, sodass wir es lediglich einmal \u00fcber uns brachten, in aller Fr\u00fche das Boot zu beladen und eine Stelle zu Beginn des S\u00fcdarms aufzusuchen. Da unser kleiner Elektromotor den Geist aufgab, durften wir nun sogar noch zu zweit unser v\u00f6llig \u00fcberladenes Boot im Schneckentempo rudern. Dennoch w\u00e4re die ohnehin schon fantastische Tour fast auch hier nochmal vergoldet worden, denn aus dem Nichts lief gegen Mittag eine von Dustin\u2019s Ruten ab. Leider verlor er den Fisch in einem versunkenen Baumstamm. Nat\u00fcrlich \u00e4rgerten wir uns ma\u00dflos, das h\u00e4tte der erste Cassien-Fisch sein k\u00f6nnen.<br \/>\nDennoch genossen wir die restlichen zwei Tage an diesem wirklich atemberaubenden Gew\u00e4sser auch ohne Angelei. Bei Antritt unserer Heimreise und einem Blick von der Br\u00fccke auf das im Sonnenlicht glitzernde Wasser war uns klar, irgendwann kommen wir wieder. Besser vorbereitet und zu allem bereit!<br \/>\nWir freuen uns schon wieder auf unseren gemeinsamen Trip im Jahr 2019. Wir wissen noch nicht wohin es uns verschlagen wird. Was wir wissen ist, dass die Boilies von RG-Fishfeed wieder dabei sein werden.<br \/>\nLiebe Gr\u00fc\u00dfe und Petri Heil,<br \/>\nDustin &amp; Nico<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bilder und Bericht von Dustin Rohmann und Nico Stockhausen &nbsp; Seit nunmehr 4 Jahren verbringen Dustin und ich den Gro\u00dfteil unserer Zeit gemeinsam am Wasser. 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