Die letzten 5 Tage werden Martin, Timo und Ich so schnell nicht vergessen. Wir haben alle schon schwierige Umstände beim Fischen gehabt, doch diese Umstände bestimmt nicht. Als wir Uns am Samstag um 10 Uhr aus dem Emsland auf den Weg nach Düsseldorf zu Martin gemacht haben, hatten wir strahlenden Sonnenschein und somit waren wir auch voller Elan die nächsten Tage entspannt unsere Fische erkämpfen zu können. Doch bevor wir unser Tackle überhaupt am Wasser hatten, bekamen wir den ersten Dämpfer, mit Dauerregen und leichten Sturmböen, was uns allerdings nicht weiter stören sollte. An einem kleinen Pool mit sehr guten Fischbestand aufgebaut, waren wir am frühen Abend voller Hoffnung, dass unsere Fallen zuschlagen.
Die Ruten lagen keine 3 Stunden da durfte Martin den ersten Fisch mit 11,2 Kg vor die Kamera halten.
Wir waren uns einig, dass dies ein vielversprechender Start ist. Die weitere Nacht verblieb allerdings ruhig. Am nächsten Morgen begrüßte uns zur Abwechslung der Dauerregen. Den 2. Tag damit verbracht, die Spods von dem See noch einmal genau ausfindig zu machen, die Ruten neu zu legen, und unser Tackle vor dem ,,Absaufen“ zu Retten, begrüßte uns am Abend die 1. Unwetterwarnung. Das Zelt sturmsicher abgespannt, haben wir gehofft, dass alles hält….
Ohne Schaden die Nacht überstanden, leider auch ohne Fisch, packten wir am morgen direkt unsere Sachen und entschieden uns den See zu wechseln.
Unser neues Gewässer war ein 8 Hektar Natursee mit guter Fischdichte. Durch den starken Wind am Vorabend, ist das Boot was Martin am See liegen hat, komplett unter Wasser gewesen. Allein das PVC Boot aus dem Wasser zu bekommen war schon ein kleines Kunstwerk! Erneut unser Problem, der immer stärker werdende Wind, was es uns fast nicht ermöglichte, die Ruten zu legen. Dennoch, mit biegen und brechen, die Ruten gelegt, lief direkt nach 2 Minuten der erste Fisch. 9,7 Kilo Spiegler durfte Ich nun ablichten lassen. Es passierte das, was fast jeder Hunter schon mal erleben durfte. Die Sternstunde! Der Himmel zog sich komplett zu, Martin hat durch seine Wetterapp die 2. Unwetterwarnung mit Sturmböen bis zu 130 Km/h bekommen und die Fische liefen quasi in 10 Minutentakt, bis es nicht mehr möglich war die Ruten zu legen.
Ein schöner Schuppi von Timo mit 14,2 Kg auf Black Diamond
Dieser Spiegler von Martin mit 12,4 Kg auf Red Zemper
Diese beiden gehörten mit zu den besten diesem Tages.
Durch das immer schlimmer kommende Unwetter mussten wir die Ruten leider komplett aus dem Wasser lassen. Am Morgen früh aufgestanden, um dort anzuschließen wo Wir am Abend vorher aufgehört hatten, mussten wir leider feststellen, dass unser Boot mitten auf dem See war. Durch langes warten und hoffen, dass der Wind es wieder zu uns drückt, war das Glück auf unserer Seite! Die Ruten neu gelegt durfte Ich nach kurzer Zeit den schwersten unserer Session mit 15 Kg über den Kescher ziehen.
Ein absoluter Erfolg! Zur Abwechslung erreichte uns am Abend die 3. Unwetterwarnung mit Böen bis zu 110 Km/h. Natürlich war es wieder nicht möglich die Ruten zu legen. Somit mussten wir die zweite Nacht ohne Ruten im Wasser hinter uns Bringen. Nun war auch schon der letzte Tag der Session angebrochen. Leider wurde es schon Zeit zum einpacken. Martin und Ich entschlossen uns allerdings noch ein letztes mal zwei Ruten zu legen. Beim einpacken, lief meine Rute ab!
Ein toller Schuppi mit 13,1 Kg war der Abschluss von unserem Trip.
An dieser Stelle bedanke Ich mich noch einmal bei Martin. Es war die erste Session die wir zusammen gestartet haben. Klasse Team-Angler! Er hat alles versucht um die Session zu dem werden zu lassen, was sie geworden ist ! Ein absoluter Hammer ! Vielen Dank und allen Hunter draußen Tight Lines ! R&G-Rules !
Fabian Lampa