Carp Masters in Slowenien

Bilder und Bericht von „Tengo“

Nach langer Vorbereitungszeit auf den Cup in Slowenien, kam der Tag der Anreise. Thomas (Partner) und meine Freundin Steffi (Teamrunner) waren mit mir fürs Team R&G Austria am Start.

Nach guter Anreise konnten wir den ersten Eindruck von dem uns bis dato unbekannten Gewässers bekommen. Wir sahen schon einige Fische nach der Ankunft rollen. Nach dem Begehen der Plätze, fiel mein Lieblingsresume eher auf den westlicheren Teil des Sees. Eine alte Schottergrube mit 9m Maximaltiefe. Nächsten Morgen um 8 Uhr war Begrüßung und anschließendes Losen. Steffi zog leztendlich Startplatz 13. Also weit weg vom westlichen Teil. Es sollte uns aber dann doch eines besseren belehren, dass der Platz doch viel besser war.
Am Platz angelangt, machten wir unser Camp für die nächsten 4 Tage startklar, richteten sämtliche Ruten her, beköderten unzählige Rigs zum Eindipen, vor allem auch als schnelle Reserve nach einem Biss um keine Zeit zu verlieren. Danach wurde unser Futtereimer an den Platz gebracht, da um Punkt 12 der Startschuss erfolgte.

 

Dann hieß es, Markern, Markern, Füttern, Füttern und noch mehr Füttern, da die erste Futterzeit für 2 Stunden galt.

Nach guter Spotsuche wurden die Montagen geworfen. 2 auf ca. 120m und 2 auf ca. 135m. Das Wetter war ziemlich warm und wir schwitzen uns während des Spomben mächtig einen ab. Nach ca. 2 Stunden, der erste Fisch, allerdings bei den Platznachbarn. Zu späterer Zeit sollte sich dann herausstellen, dass die 2 Slowenen bereits den Cup während der Halbzeit für sich entschieden hatten. Naja, dann kämpften halt die restlichen 23 Teams um Platz 2 und 3.

Am frühen Abend nach der 2. Fütterungszeit endlich der erste Biss bei Thomas. Leider durch Schnurbruch ausgestiegen. Schade und Scheisse zu gleich. Aber allzulange musste ich auf meinen ersten Biss dann auch nimmer warten. Nach hartem Drill und Kampf, konnte ich unseren ersten Wertungsfisch einnetzen.

 

Ein makelloser starker Schuppi. Yes!!!

Während des Drills fütterte Thomas schon wieder Vollgas mit dem Boilierohr meinen Spot nach, damit ich nach dem Keschern nur wieder Werfen musste. Sobald der Fisch gekeschert wurde, war unser Plan, dass Teammitglied und Teamrunner den Fisch versorgten, einsackten etc., damit der Fänger in Ruhe seine Montage wieder an den Platz bekommt.
Alles verlief immer reibungslos und ohne grosse Worte. Danke auch nochmal an meine 2 Partner. Top Arbeit, egal ob Tag oder Nacht.
Eine Stunde später konnte ich den 2. Fisch sicher landen.

Wir hofften jetzt vermehrt auf die bevorstehende Nacht. Leider konnten wir durchschlafen.

Die Futterzeiten gingen jetzt die nächsten 2 Tage jeweils von 7-8 Uhr, 11-12 Uhr und 17-18 Uhr. Am Schlusstag nochmals von 7-8 Uhr. Mit Boilierohr durfte man 24 Stunden durchfüttern.
Gleich nach dem Füttern bekamen wir schon wieder Bisse. Unser Futter bestand aus einem Brei von Tigernüssen, Mais, Kugeln und Hanf. Natürlich auch noch mit dem ein oder anderen Mittelchen verfeinert.

Das Futter wurde anscheinend von den Fischen akzeptiert, was uns sehr freute. Denn bis auf den Siegerplatz neben uns, fingen nur wenige Fische; umso mehr freute es uns, dass wir die meisten von unserem Abschnitt hatten.

Aufgings in die 2. Nacht und hoffen, dass die jetzt Fisch bringt. Letzter Biss wie am Tag zuvor um 21.30 Uhr, danach Totenstille.

Das gibts doch nicht. Also wieder hoffen auf den letzten ganzen Tag. Und es war wieder das selbe Spiel. Bisse am Tag, gefischt wurde aber meistens nur mit 2 Ruten, da die Slowenen alle halbe Stunde drillten und durch die kampfstarken Fische zu 90% beide Montagen von Thomas mit einkassierten.

Tja, was will man machen. Kurz vor 20 Uhr Abends bekamen wir die aktuelle Zwischenergebnisliste. Wir waren zum Zeitpunkt 0,8kg hinter Platz 3 auf dem vierten Rang.
Wahnsinn, und das bei der ersten Teilnahme. Umso mehr hofften wir dann auf unsere letzte Nacht. Um 1 Uhr früh endlich ein Fisch bei uns. Wir hofften dann, dass wir vielleicht bis zum Morgengrauen noch den einen oder anderen bekamen. Leider vergebens. Dafür kamen unsere Vormittagsfische wieder. Bis 11 Uhr ging es noch. Um 10 Uhr nochmals ein Fisch, den wir leider verloren hatten.
Naja, trotz allem gingen wir als 6ter von 24 Mannschaften nach Hause, obwohl wir mit 24 kg mehr Dritter hätten sein können.

Aber das behalten wir uns dann fürs nächste Jahr zurück.
Zum Abschluss möchte ich mich nochmals bei Steffi und Thomas aufrichtig bedanken. Tolle Arbeit, immer wieder gerne mit Euch. Und ein grosses Danke an unseren Chef Heinz für das tolle Futter.
Bis zum nächsten Jahr bei den Carp Masters.

 

Euer Tengo

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